Der Islam und seine erhabene Natur

 

„Und Sein (Allahs) sind die schönsten Namen“ (Qur’ân, 20:8)

Alle Religionen im Verlauf der Menschheitsgeschichte, von denen die erste Adam – Friede  

sei   mit ihm – offenbart wurde, waren in ihrer Essenz stets gleich. Veränderungen bezogen sich

ausschließlich auf gesellschaftliche Regeln und Gesetze, weil sich die menschlichen

Gemeinschaften in einem fortlaufenden Entwicklungsprozeß befinden.

 

Diese Veränderungen betrafen jedoch nie die Essenz der Religion. So gleichen in Wirklichkeit

alle Religionen, die von Adam – Friede sei auf ihm – , dem ersten Menschen und Propheten, bis

zu Muhammad – Segen und Friede Allahs seien auf ihm –, dem letzten der Propheten,

offenbart wurden, in ihrem eigentlichen Kern dem Islam.

Deshalb sagte der Prophet – möge Allah ihn segnen und ihm Frieden schenken:

“Ich bin von allen Menschen dem Sohn der Maria (Jesus) am nächsten - und alle Propheten

sind Brüder von einem Vater - und zwischen mir und ihm war kein anderer Prophet.“ 

Es ist also sicherlich falsch, anzunehmen, daß der Islam sich aus-schließlich auf den Qur’ân

beschränkt; in Wirklichkeit schließt er alle früheren, von Allah offenbarten, Religionen ein.

Dabei ist hier mit ‚Religion’ natürlich ihre ursprüngliche Form, vor ihrer Verfälschung durch

die Menschen, gemeint. Dies wird auch im Qur’ân in folgendem Vers bestätigt:

“Wahrlich, die Religion bei Allah ist der Islam (Gottergebenheit). Und diejenigen, denen die

Schrift gegeben wurde, wurden erst uneins, nachdem ihnen das Wissen zuteil geworden war,

aus Mißgunst gegeneinander. Und wenn jemand Allahs Zeichen leugnet, so ist Allah wahrlich

schnell in der Abrechnung.“ 

 

Dieser Vers macht auch deutlich, daß der Islam die einzig wirkli-che Lösung für die Probleme

der Menschheit darstellt. Dabei beziehen wir uns auf die Aussage im Qur’ân, daß der Islam die

Rettung sowohl in dieser Welt als auch im Jenseits bedeutet. Im folgenden Vers wird diese

Tatsache noch deutlicher:

„Und wer etwas anderes als den Islam (die Gottergebenheit) als Religion will, von dem wird es

nicht angenommen werden und er wird gewiß im Jen-seits zu den Verlierern zählen.“

 

Islam ist also eine Religion, die kontinuierlich von Adam an bis zum letzten Propheten

Muhammad – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – offenbart wurde und, entsprechend

den verschiedenen Entwicklungs-stufen innerhalb der Menschheitsgeschichte, immer weiter

vervollkommnet wurde, bis sie ihren vollkommensten Ausdruck im Qur’ân fand.

Der Islam läßt sich zusammenfassend in zwei Prinzipien beschreiben:

 

1. Glaube (I´tiqâd): aufrichtiges Glauben an das Glaubensbekenntnis und seine Säulen.

2. Rechtschaffene Taten: (´Amal as-sâlih): in aufrichtigem Glauben von Allah befohlene gute

Werke tun.

Gemäß diesen Prinzipien praktiziert, verleiht der Islam unserem Leben, unserem Denken und

Verhalten, eine ausgeglichene Ordnung. Der Islam ist ein Weg, der den Gläubigen zu Allah

führt, indem er Verstand, Ohren, Augen, Zunge und Herz mit dem göttlichen Licht verbindet.

Fiele die Schönheit des Islam auf einen Felsbrocken, so würde sie diesen Felsen in weiche,

fruchtbare Erde verwandeln. Andererseits verwandeln sich die Herzen derer, die vom Islam weit

entfernt sind, in hartes Gestein. Nur der Islam ist fähig, sie zu erweichen und zu heilen.

Der Islam vervollkommnet das geistige und praktische Leben der Menschen und führt sie aus

der Dunkelheit zum Licht. Diejenigen, die den Islam annehmen, werden aus den tiefsten

Abgründen zu den höchsten Gipfeln emporgehoben. Der Islam besitzt die Fähigkeit, einen

gewöhnlichen Sterblichen zu einem vollkommenen Menschen zu ma-chen. Diese spirituelle

Verwandlung bewirkt der Islam, indem er den Menschen zu seiner ursprünglichen Form

zurückführt.

 

Islam ist ein Gewand der Rechtleitung, das Allah der gesamten Menschheit anbietet, um sich

damit zu kleiden. Diejenigen, die dazu bereit sind, erheben sich über ihr sterbliches Sein und

erlangen das Eli-xier der Unsterblichkeit. Allah hat allen Propheten, das heißt, denen, die die

Elite der Gottesdiener sind, den gleichen Befehl gegeben: „Als Allah zu ihnen sagte: ‚Gib dich

hin!’ sagte ein jeder von ihnen: ‚Ich habe mich dem Herrn der Welten ergeben!’“

Diese Tatsache wird im Qur’ân bezüglich des erhabenen Propheten Ibrahim – Friede sei mit

ihm – genau so beschrieben:

„Als sein Herr zu ihm sprach: ‚Gib dich hin!’ sagte er: ‚Ich habe mich dem Herrn der Welten

ergeben!’“

 

Diese Ergebung wird in der Erfahrung der Nähe Allahs durch die Anrufung Seiner Namen

verwirklicht. Ist doch das tatsächliche Ziel jeglicher Art von Gottesdienst das Erreichen der

Gottesnähe, das Erlangen göttlichen Wissens und das Erfahren der Liebe Allahs.

Ein Prediger sprach in der Moschee über den Tod und das, was danach kommt. Er behandelte

Fragen, die den Verstorbenen nach ihrem Tod gestellt werden, wie:

„Womit hast du dein Leben verbracht? Wozu hast du deinen Besitz genutzt? Hast du in die Tat

umgesetzt, was du gelernt hast? Hast du die Gebote des Islam befolgt und unterlassen, was

verboten ist?“

 

Er sprach über so viele Details und ließ doch das Wichtigste außer acht. Unter seinen Zuhörern

war auch der große Sufi-Meister Schiblî und, um den Prediger an die Essenz der ganzen

Angelegenheit zu erinnern, sagte er schließlich:

 

„O Prediger! Du hast die wichtigste aller Fragen, die Allah Seinen Dienern im Jenseits stellen

wird, vergessen! Wenn wir Allah im Jenseits begegnen, wird Er uns fragen: ‚O mein Diener,

Ich war die ganze Zeit immer bei dir, mit wem warst du all diese Zeit?’“

Aufbauend auf dem Fundament dieser Art und Stufe von Respekt bedeutet Islam, ein Leben zu

führen, in dem wir ständig die Gegenwart Allahs empfinden:

„Und Er ist bei euch, wo immer ihr seid.“

Das Heil von Himmel und Erde hängt von unserem Gehorsam Allah gegenüber ab. Das Fehlen

unseres Gehorsams führt dazu, daß der Zorn Allahs auf uns herniederkommt:

„Das Übel (Katastrophen wie Dürre, Fluten, Erdbeben, Unwetter) ist sichtbar geworden auf

dem Lande und dem Meer wegen dem, was die Hände der Menschen angerichtet haben,

wodurch Er sie etwas schmecken läßt von dem, was sie getan haben, auf daß sie vielleicht

umkehren mögen.“

Dieser Vers drückt aus, daß das Verlassen des Islam eine Zerstörung der Harmonie und

Ordnung der Natur zur Folge hat.

 

Der verständige Betrachter ist in der Lage, Ursachen und den Verursacher der Ursachen zu     

unterscheiden. Er sieht, wenn er ein äußeres Ereignis betrachtet, seine im Inneren zugrunde

liegende, tiefere Bedeutung. Er begreift die Wirklichkeit dieser Welt im Bewußtsein des

Jen-seits. Er betrachtet die grenzenlosen Himmel und führt dabei ein Leben in ständigem

Gedenken der dahinter stehenden göttlichen Erhaben-heit. Er weiß um seine Schwäche als

Diener und hört nie auf, sich wie ein Diener zu verhalten. Auf seiner Reise in die Welt der

Ewigkeit enthüllt ihm Allah viele Seiner göttlichen Geheimnisse. So wirft der Diener sich, mal

um mal, nieder, in Sehnsucht und Verlangen nach seinem Herrn. Auf diese Weise erfüllt sich

der Sinn der Schöpfung und der Diener erlangt ewige Glückseligkeit, wie es der folgende

Qur’ânvers beschreibt:

 

„Wen Allah also rechtleiten will, dem weitet er seine Brust für die Gottergebenheit (Islam) ...“

Doch der Vers geht weiter und beschreibt, wie manche Seiner Geschöpfe weg von Seiner

göttlichen Gnade fliehen:

„ ... und von wem Er möchte, daß Er ihn fehlgehen läßt, dessen Brust macht Er eng und

bedrängt, als ob er in den Himmel aufsteigt. So belegt Allah diejenigen, die nicht glauben, mit

Schändlichkeit.“

Kurz gesagt stellt der Islam die einzige Rettung für die Menschheit dar, wie der Prophet – Allah

segne ihn und schenke ihm Frieden – sagte:

„Wer Allah als seinen Herrn anerkennt, Islam als seine Religion, Muhammad als Propheten

und dann damit zufrieden ist, den belohnt Allah mit dem Paradies.“ 

Das Wort Islam stammt von der Wurzel ‚silm’ oder ‚salam’, die in ihrer Bedeutung Begriffe wie

‚Frieden’, ‚Hingabe’, ‚Reinheit’ und ‚Aufrichtigkeit’ vereint. Das erste Kapitel des Qur’ân, die

Sure al-Fâtiha, ist eine Zusammenfassung der Essenz des Islam. Gemäß diesem Kapitel zielt

der Islam darauf ab, die Menschheit zu den Gnadengaben Allahs und zum rechten Weg zu

führen, ohne Seinen Zorn auf sich zu ziehen:

‚Äč„Im Namen Allahs, des All-Gnädigen, des All-Barmherzigen

Lobpreis sei Allah, dem Herrn (und Erhalter) der Welten,

dem All-Gnädigen, dem All-Barmherzigen,

dem Herrscher am Tage des Gerichts.

Dir allein dienen wir und Dich allein bitten wir um Beistand

Führe uns den geraden Weg,

den Weg derer, denen Dein Wohlgefallen gilt,

nicht den derjenigen, denen Du zornig bist und nicht den der Irregehenden.“

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